Warum vegane Ersatzprodukte viel mehr sind als ein Trend – und was sie mit der Gesundheit von uns allen zu tun haben

Warum vegane Ersatzprodukte viel mehr sind als ein Trend – und was sie mit der Gesundheit von uns allen zu tun haben

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Hey, ich bin Livia von www.livisblatt.com (@livis.blatt) !

Die liebe Bella von „Vitaritus1 – Fleischloser Genuss“ hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte einen Gastbeitrag auf ihrem Blog, den sie zusammen mit ihren vier Studienkolleg*innen aufgebaut hat, zu schreiben. Ich habe mir den Blog angeschaut – und fand vor allem die Initiative dahinter direkt klasse. Im Rahmen einer Projektarbeit werden Fleischersatzprodukte anhand verschiedener Kriterien getestet und die Ergebnisse inklusive Rankings, an dem sich jeder beteiligen kann, geteilt.

Genial, dachte ich mir, zu dem ganzen Thema würde ich gerne etwas sagen bzw. beitragen!

Kurz zu mir und livisblatt – ich war die Hälfte meines Lebens massiv von Allergien, und die letzten Jahre dann auch von Asthma betroffen, und irgendwann völlig verzweifelt. Nachdem ich von den Ärzten mit dem Rat „Geben Sie ihre Katzen weg, sonst brauchen Sie irgendwann eine neue Lunge“ und zusätzlich vielen höchst fragwürdigen Medikamenten alleine gelassen wurde, habe ich beschlossen meine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Nur so viel: Ich habe sowohl meine Katzen noch, als auch meine Lunge – nur die Allergien und das Asthma sind gegangen. Ich habe so viel Lebensqualität dazu gewonnen, und das Thema Ernährung ist dabei ein ganz zentrales. Darüber hinaus schreibe ich auf meinem Blog und meinem Profil @livis.blatt auch ganz allgemein zum Thema ganzheitliche Gesundheit, und möchte da einfach ein wenig aufklären und vielleicht eine Inspiration sein. Ich glaube, davon kann jeder profitieren 🙂  – schaut also gerne mal auf meinem Blog vorbei!

Was das Ganze nun mit meiner Ernährung und natürlich mit veganen Ersatzprodukten zu tun hat, was aus ernährungswissenschaftlicher Sicht Sinn macht, ein paar Tipps für den Einstieg in die pflanzliche Ernährung und was ich in Bezug dessen über die aktuelle Corona Situation denke  – darüber schreibe ich hier.

Zunächst mal ist es glaube ich (vor allem für Fleischesser) ganz interessant, zu verstehen warum es diese Ersatzprodukte überhaupt gibt. Ich konnte mir schon hier und da mal anhören, warum ich, wenn ich mich doch ohne Fleisch und Tierprodukte ernähren möchte, überhaupt so etwas brauche – also so ein veganes Schnitzel, die veganen Grillwürstchen, usw. Man solle entweder „richtiges Fleisch“ essen, oder es doch gleich lassen. Warum brauchen diese Veganer etwas das aussieht wie ein Schnitzel, wenn sie doch gar kein Fleisch mehr essen wollen?

Die Antwort ist ganz einfach. Viele ernähren sich nicht deshalb pflanzlich bzw. vegan oder vegetarisch, weil sie den Geschmack von Fleisch und Käse nicht mögen. Sondern – sie tun es aus gesundheitlichen Gründen, aus ethischen Gründen (Tierschutz) und aus Umweltschutzgründen.

Zudem wenn man es mal genauer betrachtet, ist weder Fleisch noch Milch „in der Herstellung“ natürlich. Wir jagen schließlich keine Tiere mehr wie in der Steinzeit, und wir sind auch keine Kälber, die Kuhmilch brauchen. Massentierhaltung dagegen, ist eigentlich das wirklich steinzeitliche daran.

Gastbeitrag vegan pizza 1
Gastbeitrag vegan pizza 2

vegane Pizza überbacken mit SimplyV Streukäse – hmmm….

Also warum diese Ersatzprodukte? Einfach aus demselben Grund, warum viele Fleisch essen - weil es schmeckt! 🙂

Und so ist es auch bei mir – mein Hauptgrund für den Einstieg in das Thema pflanzliche Ernährung war meine Gesundheit. Ich war an einem Punkt, an dem ich mich entscheiden musste, entweder meine Katzen wegzugeben und mein Leben lang Medikamente zu nehmen (sowie ständig krank zu sein) – oder etwas zu verändern. Nach viel Recherche, vielen Büchern und auch meiner Ausbildung zur Fachberaterin für holistische Gesundheit, die ich derzeit mache, musste ich feststellen, dass ich es zumindest mal versuchen sollte, mich eine Zeit lang rein pflanzlich zu ernähren.

Ich habe zwar vorher auch schon ein paar Jahre vegetarisch gelebt, aber vor allem zum Einstieg in die pflanzliche Ernährung, haben mir solche alternativen Produkte (insbesondere für Käse) anfangs sehr geholfen. Und auch zum Grillen mal Würstchen, oder beim Familienfest hatte ich dann auch mein „Schnitzel“. Viele Produkte sind auch einfach sehr lecker.

Und jetzt kommt das ABER – ich habe es auch auf meinem Blog beschrieben – der Sinn einer pflanzlichen Ernährung besteht natürlich nicht darin, all das Fleisch, Fisch, Käse usw. durch vegane Ersatzprodukte zu ersetzen und sich dann nur noch davon zu ernähren. Denn dann hat man wirklich keinen gesundheitlichen Mehrwert. Sich so naturbelassen und pflanzlich wie nur möglich zu ernähren ist sicherlich das, was auch mir bzw. meiner Gesundheit sehr geholfen hat, und ich aus ernährungswissenschaftlicher Sicht absolut empfehle!  Das bedeutet, keine tierischen Produkte und generell wenig industriell verarbeitete Lebensmittel. (Für mehr Infos dazu, besucht mich gerne auf meinem Blog und/oder auch auf Instagram).

Ersatzprodukte sind ja nun aber oftmals genau das Gegenteil davon – sie sind zum Teil stark industriell verarbeitet und enthalten teils künstliche Zusatzstoffe – wie passt das also zusammen?

Es ist ja so, dass durch Fleischersatzprodukte die Schwelle für den Einstieg in eine vegetarische/pflanzliche Ernährung massiv sinkt. Wer beim Grillen mal eine pflanzliche Alternative probiert, die schmeckt, der wird es wieder tun. Und automatisch einmal weniger Fleisch kaufen. Und das ist der Punkt, wovon dann alle profitieren. Dann kommen nämlich die Faktoren ins Spiel, um die es bei dem ganzen Thema noch geht: Um Massentierhaltung und das damit verbundene Leid der Tiere, und um unseren Planeten, der dabei zugrunde geht. Massentierhaltung und die damit verbunden Folgen sind mit hauptverantwortlich für den Klimawandel und die folgenreichen Schäden für unsere Umwelt.

Ein Beispiel: Die Regenwaldrodung für den Sojaanbau – ganze 2 % des Soja gehen in den Verzehr für uns Menschen, der Rest geht für Tierfutter drauf.

Deshalb geht es bei der pflanzlichen Ernährung vor allem auch darum: Wenn man zum Fleischersatzprodukt greift anstatt zum Fleischprodukt, und sich das auf den Grill legt, dann ist das ein riesen Gewinn - weil wir damit unsere Umwelt schützen, die Tiere schützen, und so letztendlich auch uns selbst. Es ist alles ein Kreislauf.

Und auch wenn, wie eingangs schon erwähnt die Ersatzprodukte an und für sich nicht gerade der Inbegriff von „gesund“ sind, ist es ja so, dass es manchmal auch einfach nur lecker sein darf. 🙂  Rein gesundheitlich betrachtet wiegt es außerdem ähnlich, ob man Fleisch isst oder ein Ersatzprodukt – rein gesundheitliche Vorteile bietet beides nicht. Zudem reagieren die Hersteller bereits darauf, und es gibt inzwischen bei all den vielen Ersatzprodukten auch welche, die ohne Soja, Palmöl, viele Geschmacksverstärker und Weizen auskommen – bestes Beispiel ist für mich zum Beispiel „bedda“. Auch Bio Produkte gibt es immer mehr, die hauptsächlich aus viel Gemüse bestehen, oder auch richtig tolle Tofuprodukte von Taifun.

Und was meiner Meinung nach richtig wertvoll ist – das sind die vielen pflanzlichen Milchalternativen, die es inzwischen gibt. Mein Favorit ist und bleibt Hafermilch (bzw. Haferdrink), aber es gibt so viele mehr: Mandelmilch, Haselnussmilch, Reismilch, Sojamilch, Kokosnussmilch…. da ist für jeden Geschmack (und jeden Müsli – und Kaffeeliebhaber) was dabei!

Und aus noch einem weiteren Grund sind Ersatzprodukte indirekt besser für unsere Gesundheit - Stichwort: die aktuell weltweite Corona Pandemie.

Spätestens seit COVID19 muss uns klar sein, dass es so nicht weitergehen kann.

Der Skandal bei einem bekannten Schlachtbetrieb in Gütersloh hat gerade aktuell für viel Aufruhr gesorgt, letztendlich ist das aber sinnbildlich für das gesamte System, das eben genau so tickt. Das ist kein Einzelfall, sondern das ist leider die Regel. Massentierhaltung und katastrophale Tierhaltungsbedingungen sind die Regel. Weil das Ganze so profitabel wie nur möglich sein muss – und Fleisch, Fisch und Milchprodukte für den Verbraucher so billig wie möglich sein sollen.

Die katastrophalen (hygienischen) Zustände in der Tierhaltung und in den Schlachtbetrieben sind der Auslöser Nummer Eins für Pandemien wie Corona!

Und dadurch, dass die Tiere auf unfassbar engem Raum ihr gesamtes Leben dahinvegetieren müssen, werden sie massiv mit Antibiotika behandelt, um Infektionen zumindest einigermaßen zu vermeiden (was beim Blick in die Betriebe ganz offensichtlich nicht funktioniert). Die Antibiotika nehmen wir dann beim Essen mit auf. Unser wichtigstes Medikament, wenn es um Bakterielle Infektionen geht, machen wir dadurch für uns selbst unbrauchbar – Stichwort Antibiotikaresistenzen und multiresistente Keime.

Viele der Pandemien bzw. Seuchen der letzten Jahrzehnte sind durch den Verzehr von Tieren entstanden (BSE, Schweinegrippe, usw.).  Sie sind absolut hausgemacht, und wir haben es selbst in der Hand uns, unsere Umwelt und unsere Tierwelt zu schützen. Wir können nicht einfach nur die Meere verschmutzen, den Regenwald abholzen und Tiere als Nutzgegenstand betrachten, und gleichzeitig hoffen, dass das ewig gut geht. Das ist absurd.Ich denke deshalb, dass es gerade kein deutlicheres Zeichen dafür gibt, als dass sich Umwelt zurückholt, was ihr gehört.

Deshalb finde ich die Initiative, dass hier immer mehr Bewusstsein für das Thema geschaffen wird, super wertvoll. Und Fleischersatzprodukte gehören aus oben genannten Gründen ganz klar dazu. Und das ist auch der Grund, warum ich die Initiative von Vitaritus1 klasse finde, und gerne unterstütze!

Gastbeitrag vegan bowl

Zum Schluss noch ein paar kleine feine (selbst erprobte) Tipps zum Einstieg in die pflanzliche Ernährung:

  • Mir hat es am Anfang sehr geholfen, meine Lieblingsgerichte zu „veganisieren“ (z. B. Käsespätzle). Einfach mal ausprobieren!
  • Es gibt nur ganz oder gar nicht? Das ist Blödsinn! – Lass dir das bloß nicht einreden. Ich finde: Es ist besser, sich langsam ranzutasten, so habe ich es auch gemacht. Wenn es nicht immer klappt, und man eben doch etwas anderes essen möchte, dann ist das eben so. Denn jeder, der seinen Beitrag dazu leistet, etwas ausprobiert und sich vor allem Gedanken macht, tut schon super viel. Und das ist gut so!
  • Lest Bücher zu dem Thema und informiert euch. Ich kenne all die Kommentare und schrägen Blicke, die man manchmal für seine eigenen Essens-Entscheidungen kassiert. Denkt daran, was euer Ziel ist, informiert euch und versucht, eure positive Einstellung zu dem Thema weiterzugeben.
  • Zum Beispiel das Buch „Vegan Klischee ade“, oder „How not to die“ und viele weitere, bringen einem das notwendige Wissen, das man dazu gut gebrauchen kann.
  • Setzt euch Challenges – vielleicht zusammen mit Freunden oder auch nur für euch alleine. Vor allem wenn ihr gesundheitliche Probleme habt, lohnt es sich total, sich mal einen gewissen Zeitraum x rein pflanzlich zu ernähren und zu testen, wie sich das so anfühlt. Aus meinem Testzeitraum zum Beispiel, ist ein „für immer“ geworden. Den gesundheitlichen Mehrwert möchte ich niemals mehr missen und kann es jedem nur ans Herz legen. Man hat nichts zu verlieren!
  • Folgt sinnvollen Accounts, die aufklären und das Ganze mit Genuss angehen! So wie auch @Vitaritus1, um ehrliche ungeschönte Meinungen zu Produkten zu bekommen – und so die Welt vielleicht ein kleines bisschen besser zu machen 🙂
    Außerdem zum Beispiel auch @veganistungesund, die zu dem Thema super gut aufklären.
  • Mein Lieblings-Foodblog ist elavegan.de – einfach nur lecker (und gesund)!
  • Folgt gerne auch mir (@livis.blatt) auf Instagram, für Rezepte und weitere Tipps. Ich schreibe viel zum Thema ganzheitliche Gesundheit, unter anderem Asthma und Allergien und auch über vieles drum herum, was vielleicht einen anderen Blickwinkel auf manches geben kann. 🙂

In diesem Sinne – ich hoffe ihr habt für euch auch vielleicht auch schon eine leckere Fleisch-/ Käse- / Fisch- alternative gefunden! 🙂  Schaut doch auch mal auf meinem Profil und meinem Blog vorbei, und lasst mir gerne eure Erfahrungen zu dem Thema da.

Bis ganz bald –

Livia

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